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07.10.2010 Pressemitteilung: INTER-GLOBAL-PRESS

IMPFUNG GEGEN KREBS AUF PFLANZENBASIS ENTWICKELT

Maßgeschneiderte Impfungen auf Pflanzenbasis wollen US-Wissenschaftler nutzen um die körpereigenen Abwehrkräfte gegen Tumorzellen mobilzumachen.

"Der Grundgedanke ist der, dass körpereigene Immunsystem zur Bekämpfung der Krebserkrankungen heranzuziehen“, sagte einer der führenden Autoren der Studie, Ronald Levy. Er zeigte sich uns gegenüber sehr optimistisch, was die Wirkung des Impfstoffes angeht: „Wir wissen, dass ein angekurbeltes, dass heisst ein auf höchste effizienz gebrachtes Immunsystem, den Krebs angreifen und auch vernichten kann.“ Ob das in Prüfung befindliche Mittel jedoch schon stark genug ist, um Tumore zu zerstören, sei aber noch nicht vollends sicher, hieß es etwas abschwächend in der aktuellen Studie der Universität Stanford.

Zeitsparend und wirtschaftlich

Die Forscher im Team Levy's testeten den Impfstoff an insgesamt 16 Patienten, bei denen kurz zuvor ein follikuläres Lymphom festgestellt worden war. Keiner der Patienten habe Nebenwirkungen verspürt oder gar gezeigt, und sogar 75 Prozent der behandelten Krebs-Kranken, hätten eine gute Reaktion des Immunsystems gezeigt, so heißt es in der Studie, die in Konsequenz dessen von der Nationalen Akademie der Wissenschaften veröffentlicht wurde. Wichtig zu erwähnen, dass es überhaupt der erste Versuch mit einem pflanzlichen Krebsimpfstoff an Menschen war. Der Vorteil eines solchen, pflanzlichen Mittels ist die relativ leichte und kostengünstige Herstellung dessen.
 
So funktioniert es
 
Die Ärzte klonen Tumorzellen der erkrankten Patienten, injizieren sie dann in ein spezielles, hierfür geeignetes Virus und streichen diese geklonten Zellen dann auf die Blätter von Tabakpflanzen. Dort bewirkt das Virus, wie man herausfand, die Produktion bestimmter Proteine. In einem Laborverfahren wurde das so entstandene Eiweiß dann isoliert und dem Patienten eingespritzt. „Dies ist die erstaunliche Technik, die es ermöglicht einen maßgeschneiderten Ansatz für jeden Patienten herzustellen“, sagte Forscher Levy. Die Impfung könne allerdings noch nicht zur Krebsvorbeugung dienen, schränkte der Forscher ein. Trotzdem wurde hier ein geeignetes Werkzeug mit dieser vollkommen inoffensiven Form der Behandlung entwickelt und ist hoffentlich bald im Einsatz gegen den Krebs. Drhhp